Rund um den Globus häufen sich verheerende Waldbrände. Auch in Deutschland wächst die Gefahr, wie die jüngsten Evakuierungen in Hürtgenwald und Monschau zeigten. Der Deutsche Wetterdienst zählte bis Anfang August circa 22 Tage mit hoher oder sehr hoher Waldbrandgefahr; im gleichen Zeitraum der Jahre 1991 bis 2020 waren es im Mittel rund zehn Tage. Wenn das eigene Hab und Gut tatsächlich ein Opfer der Flammen wird, stellt sich ganz existenziell die Frage nach dem Versicherungsschutz.
In Deutschland gelten Waldbrandschäden in der Regel als Feuer-, nicht als Naturgefahrenschäden. Das bedeutet, dass Wohnhäuser grundsätzlich über die Wohngebäudeversicherung geschützt sind, auch wenn diese keinen Elementarschadenbaustein enthält. Das Gleiche gilt für den Hausrat, der über eine entsprechende Police auch gegen Feuerschäden abgesichert ist. Wird ein Auto bei einem Waldbrand zerstört, übernimmt die Teil- oder Vollkaskoversicherung – eine reine Haftpflichtpolice reicht hier nicht aus. Für Waldbesitzer gibt es spezielle Waldbrandversicherungen.


